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Reise nach Meiningen

Mit 25 Personen weilte eine Reisegruppe des Theaterrings in der thüringschen Kleinstadt. Frau Gudrun Iser-Freese verfasste den nachstehenden Bericht:

Unsere Reise führte uns Ende April nach Meiningen. Zum Glück hatte sich das Wetter nicht an die Vorhersage gehalten und wir hatten keinen Regen, sondern konnten bei angenehmen Temperaturen das verlängerte Wochenende in Meiningen gut verbringen. An jedem Tag gab es für uns Neues und Interessantes zu sehen und hören. Das fing an mit der Führung durch den Dom zu Fulda, in der uns u.a. die Bedeutung des herrschaftlichen Mantels im Mittelalter nahe gebracht wurde. (Damals konnte ein uneheliches Kind von seinem Vater als ehelich anerkannt werden, indem der Vater es unter seinen Mantel nahm). Nach unserer Ankunft in Meiningen machten wir gemeinsam mit einer sehr kompetenten Führerin am Nachmittag einen kleinen Bummel durch den Schlosspark und erfuhren einiges über das Wirken so berühmter Musiker wie Johannes Brahms, Richard Strauss, Hans von Bülow und Max Reger für die Hofkapelle Meiningen. Bei der anschließenden Besichtigung der Räume des Schloss Elisabethenburg wurde uns die Geschichte des Herrscherhauses Sachsen-Meiningen und die Bedeutung Herzogs Georg II. für die Theaterwelt erläutert. Wir konnten erleben, dass Museumsführung nicht immer eine steife Angelegenheit sein muss, sondern sehr anschaulich und informativ sein kann. Sehr beeindruckend ein Musikzimmer, in dem alte Musikinstrumente gezeigt wurden. Diese Instrumente waren nicht nur zu sehen, sondern erklangen auch, sobald man ihnen näher kam. Der erste Abend endete mit einem feinen Abendessen, während dessen die Teilnehmer sich näher kennen lernen konnten. Nach einem guten Frühstück war unser Treffpunkt am nächsten Morgen wieder Schloss Elisabethenburg, wo wir anhand einer Übersichtsführung weiter gefasste Informationen sehen und hören konnten. Sehr schön auch ein kurzer Abstecher ins Museumscafé im 4. Stock, das im Stil der Zeit eingerichtet war. Am Nachmittag lernten wir im Theatermuseum die „Zauberwelt der Kulisse“ kennen und erfuhren mehr über die Bedeutung der „Meininger“, der berühmtesten Schauspielcompagnie des späten 19. Jahrhunderts, für die damalige Theaterwelt.

Das Highlight der Reise war der abendliche Opernbesuch. “La Traviata“ im Meininger Staatstheater – schöne Stimmen, gute Musiker, belohnt vom Publikum mit verdienten „standing ovations“. An den Gesichtern der Besucher konnte man sehen, dass dieser Abend allen sicher gefallen hat.

Unser Abreisetag führte uns noch zu einem kleinen Schillermuseum in Bauerbach, wo Schiller nach seiner Flucht aus Stuttgart für mehrere Monate Asyl auf dem Gut seiner ihm wohlgesinnten Gönnerin, Henriette von Wolzogen, verbringen konnte.

Auf dem Heimweg war eigentlich ein Stopp auf der Wasserkuppe geplant, aber wegen des schönen Wetters waren auch sehr viele Andere auf den gleichen Gedanken gekommen. Daher beschlossen wir, unsere Heimreise gleich fortzusetzen.

Fazit dieser Reise: Sehr angenehme Tage, vieles Interessante gesehen und gehört, gute Führungen erlebt, alle Besichtigungspunkte – Theater und Schloss Elisabethenburg – sehr gut zu Fuß zu erreichen. Auch der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint, kurzum, wir alle haben diese Reise mit dem Theaterring genossen.

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Hier noch einige Impressionen: